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Schüler der BS Weilheim
Im Juli hofft Johannes Asam, Auszubildender in der Klasse LW12A, nach drei Lehrjahren den Gesellenbrief als Landwirt in Händen zu halten. Da darf man zuversichtlich sein, zumal er gerade eine andere Herausforderung mit Bravour gemeistert hat: Johannes Asam aus Hofstetten im Landkreis Landsberg am Lech wurde als bester Melker Deutschlands im 31. DLG-Bundeswettbewerbs Melken ermittelt. Dieser fand vom 25. bis 29. April 2010 im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung Almesbach der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft statt.
In drei Disziplinen mussten die jeweils drei Landesbesten aus zwölf Bundesländern ihr Können beweisen. Zunächst in der Praxis: In einem so genannten Fischgräten-Melkstand waren sechs Kühe zu melken; die Jury stoppte die Zeit, notierte die Literzahl und stellte fest, ob die Kandidaten die Hygiene-Regeln beachteten und die Tiere pfleglich behandelten. Im theoretischen Teil des Wettbewerbs waren Fachkenntnisse zur Milchproduktion gefragt, wie „Wo wird die Milch gebildet? Welche Stoffe sind darin enthalten? Welchen Einfluss hat die Fütterung?“ Die dritte Aufgabe kreiste um Milchhygiene und Eutergesundheit. Mit Hilfe eines Tests galt es zu prüfen, ob die gemolkene Milch die Qualitätsstandards dieses hochwertigen Nahrungsmittels erfüllt.
Johannes Asam wurde Gesamtsieger und Erster in der Disziplin „Fischgrät-Melkstand“. In der Disziplin „Karussell-Melkstand“ siegte Peggy Korm aus Grünhain-Beuerfeld (Sachsen). Im Rahmen der feierlichen Siegerehrung wurden die Gewinner mit der Goldmedaille des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ausgezeichnet.
Den DLG-Pokal für die beste Mannschaft konnte ebenfalls das Team aus Bayern (Johannes Asam, Ludwig Leis aus Weilheim und Wolfgang Immler aus Leutenhofen) entgegennehmen. Ludwig Leis legte im Juli 2009 die Gehilfenprüfung erfolgreich ab und wurde bei der Abschlussfeier der Berufsschule Weilheim i. OB für überdurchschnittliche Leistungen besonders geehrt.
Das hervorragende Abschneiden zweier Schüler der Weilheimer Berufsschule im Bundeswettbewerb erfüllt natürlich auch die Abteilung Landwirtschaft mit Stolz. „Die persönliche Einzelleistung sowie die hervorragende Ausbildung im Ausbildungsbetrieb haben zu diesem Erfolg geführt. Aber ganz können wir mit dem, was wir im Unterricht vermitteln, auch nicht danebenliegen.“, meint der Fachbereichsleiter Johannes Reich. Außerdem sei der Begriff „Melk“wettbewerb nicht ganz treffend, denn es waren auch vertiefte Kenntnisse aus den Bereichen Tiergesundheit und Fütterung sowie Melkhygiene und Milchgewinnung gefordert.
Auf die Frage, was einen jungen Menschen heutzutage bewegt, Landwirt zu werden, antwortete Johannes Asam: „In erster Linie ist es die abwechslungsreiche Aufgabenstellung, die der Leiter eines landwirtschaftlichen Betriebes bewältigen muss. Man hat täglich die Möglichkeit, eigene Ideen und eigenes Wissen an vielfältigen Stellen einzubringen.“ Johannes absolviert gerade das dritte Ausbildungsjahr im elterlichen Betrieb (100 ha landwirtschaftliche Nutzfläche; 80 Milchkühe), den er später von seinem Vater übernehmen und weiterführen soll. „Nachdem mein Vater noch relativ jung ist, werde ich nach dem Berufsabschluss meine Kenntnisse auf jeden Fall noch weiter vertiefen.“ Ob Meister-, Techniker- oder Berufsoberschule, das wisse er noch nicht so genau ....
Text: Wolfgang Korbel, StD |
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Stolz präsentiert sich Johannes Asam zusammen mit der bayerischen Milchkönigin Beate Deisenhofer (l.), dem bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (2.v.l.), DLG-Vorstandsmitglied Claudia Müller (r.) und Andreas Heym vom Bundeslandwirtschaftsministerium (2.v.r.). |
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Bayernteam: |
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Die Wettbewerbsteilnehmer präsentieren sich zusammen mit Claudia Müller (1. Reihe l.), Helmut Brunner (1. Reihe, 2.v.l.), Beate Deisenhofer (1. Reihe, 3.v.l.), Helmut Konrad, Leiter des LVFZ Almesbach (1. Reihe 3.v.r.), Friederike Kaths vom DLG-Fachzentrum Landwirtschaft (1. Reihe, 2.v.r.) und Andreas Heym (1. Reihe, r.). |
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Daheim: |